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Vorsorge

Der große Bereich „Vorsorge“ unterteilt sich zum einen in die Absicherung vorzeitiger Risiken und zum anderen in die unterschiedlichen Wege zur Altersvorsorge. Ausschlaggebend für den Handlungsbedarf sind immer die Versorgungslücken, die durch die Reduzierung der Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung aufgerissen werden – solange überhaupt eine Versicherungspflicht besteht. Selbständige müssen also auch in puncto Vorsorge vollkommen eigenständig agieren, gesetzlich Versicherte können auf einer Grundversorgung aufbauen.

Sorgenfreie Familie dank vervisio Berufsunfähigkeitsversicherung

Sorgenfreie Familie dank vervisio Berufsunfähigkeitsversicherung

Vorsorge für den Fall der Berufsunfähigkeit

Fällt ein Selbständiger oder abhängig Beschäftigter über längere Zeit krankheitsbedingt aus, bezieht er zunächst entweder ein privates Krankentagegeld oder die Lohnfortzahlung, die nach sechs Wochen von den Ersatzleistungen der gesetzlichen Krankenkassen abgelöst wird. Diese Leistungen sind zeitlich begrenzt, die Krankenversicherungen werden also prüfen, ob eine dauerhafte gesundheitliche Beeinträchtigung vorliegt. Für Mitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung kommt dann eine teilweise oder ganze Erwerbsminderungsrente in Frage, sollten sie nach 19961 geboren worden sein.

Die Höhe der Erwerbsminderungsrente ist ebenso wenig dazu angetan, das Einkommen zu ersetzen, wie die Zugangsvoraussetzungen: Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit der Verweisbarkeit, ohne dass der soziale Status dabei eine Rolle spielen würde. Gleichzeitig muss bei der Planung der Vorsorge beachtet werden, dass insbesondere in den ersten Jahren nach Berufseinstieg noch kein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente besteht. Ebenso groß ist der Handlungsbedarf für Selbständige, die ohnehin nur freiwillig Mitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung sein können.

Die private Berufsunfähigkeitsversicherung liefert einen deutlich besseren Versicherungsschutz, setzt aber voraus, dass keine gravierenden Vorerkrankungen bestehen. Im Gegensatz zum Umlageverfahren im System der Sozialversicherungen wird die BU individuell kalkuliert. Die wesentlichen Kriterien sind neben Alter, Gesundheitszustand und Beruf die Höhe der Leistungen und die Leistungsdauer. Die vereinbarte Rente wird regelmäßig fällig, wenn und solange die versicherte Person ihren konkret beschriebenen Beruf krankheitsbedingt oder wegen Kräfteverfalls nur noch zu weniger als 50 Prozent ausführen kann. Mit einer Dynamisierung können Beiträge und Leistungen automatisch erhöht werden, sodass inflationsbedingte Kaufkraftverluste ausgeglichen werden.

Risikolebensversicherung Test mit vervisio

Vorsorge für den vorzeitigen Todesfall

Eine weitere Überlegung im Bereich der Vorsorge sollte dem Ernstfall gewidmet werden: Verstirbt zum Beispiel ein Versorger, müssen die Hinterbliebenen nicht nur ohne das Einkommen auskommen, sondern auch alle laufenden finanziellen Verpflichtungen weitertragen. Die Risikolebensversicherung empfiehlt sich daher vor allem, wenn Finanzierungen zu bedienen sind, aber auch zur Absicherung der Familie generell. Da die Banken bei größeren Finanzierungen, wie beispielsweise dem Hauskauf oder -Bau, darauf achten, dass eine Risikolebensversicherung auf das Leben des oder der Kreditnehmer abgeschlossen wird, sollte die private Vorsorge separat organisiert werden.

Die Risikolebensversicherung verzichtet im Vergleich zu den kapitalbildenden oder fondsgebundenen Lebensversicherungen komplett auf das Ansparen einer Ablaufleistung, entsprechend günstiger fallen die Beiträge aus. Die vereinbarte Versicherungssumme wird im Todesfall an die Bezugsberechtigten, die entweder konkret festgelegt oder entsprechend der gesetzlichen Erbfolge berücksichtigt werden können, ausgezahlt. Abhängig von der Vertragsgestaltung kann die Leistung aus der Erbmasse herausgehalten werden.

Riester Rente Vergleich mit vervisio

Riester Rente Vergleich mit vervisio

Staatliche geförderte Formen der Vorsorge

Zur Schließung der Versorgungslücken in der Altersrente wurden verschiedene Vorsorge-Instrumente mit staatlicher Förderung entwickelt: Die Riester-Rente kann u. a. von allen Mitgliedern der gesetzlichen Rentenversicherung, Beziehern von Krankengeld, Arbeitslosengeld oder ALG-II und deren Ehepartnern in Anspruch genommen werden. Mit einem maximalen Jahresbeitrag von 2.100 Euro pro Person eröffnen sich die Versicherten Ansprüche auf personenabhängige Zulagen in Höhe von 154 Euro pro Jahr. Darüber hinaus werden für jedes Kind, das nach 2008 geboren wurde, weitere 300 Euro pro Jahr in den Vertrag eingezahlt. Alternativ kann aber auch ein Steuerfreibetrag in Anspruch genommen werden, übersteigen die steuerlichen Effekte die Zulagen. Das zuständige Finanzamt führt dazu eine Günstigerprüfung durch.

Die Versicherungswirtschaft musste spezielle Tarife für die Riester-Rente schaffen, die mit Rentenbeginn nur zu einem Teil als Kapital, ansonsten als lebenslange Rente ausgezahlt werden müssen. Als Anlageformen kommen sowohl klassische und fondsgebundene Rentenversicherungen als auch Fondssparpläne, die zum Ablauf in eine Rentenversicherung übertragen werden, und Bausparverträge oder -Darlehen in Frage. Die Kombinierbarkeit der Riester-Förderung mit den Durchführungswegen der betrieblichen Altersversorgung oder dem Bausparen eröffnet einen enormen Gestaltungsspielraum – und Beratungsbedarf.

Steuerförderung mit Rürup

Steuerförderung mit Rürup

Eine andere Variante, die vor allem für Selbständige und besserverdienende Arbeitnehmer interessant ist, steht mit der Rürup-Rente zur Verfügung: Auch hierfür gibt es spezielle Tarife, die ein Verwertungsverbot vor Rentenbeginn einschließen. Die Leistungen dürfen als Rente erbracht, aber auch um eine Hinterbliebenen– und Berufsunfähigkeitsabsicherung ergänzt werden. Die Höhe der aufzubringenden Beiträge richtet sich nach dem Höchstbeitrag der knappschaftlichen Rentenversicherung, der zu einem jährlich steigenden Prozentsatz direkt steuerlich geltend gemacht werden kann: Mit Einführung im Jahr 2005 konnten 60 Prozent abgesetzt werden, die in Zwei-Prozent-Schritten bis zum Jahr 2025 auf 100 Prozent steigen. Im Gegenzug reduziert sich der steuerfreie Anteil der Rente von 50 Prozent im Jahr 2005 bis zum Jahr 2040 auf 0 Prozent.

Die Rürup-Rente empfiehlt sich vor allem wegen ihrer Flexibilität: Wird ein relativ niedriger monatlicher Beitrag vereinbart, können zum Jahresende, wenn sich die steuerliche Situation überblicken lässt, die Beitragsgrenzen mit Einmalzahlungen ausgereizt werden. Im Gegensatz zu den Instrumenten der privaten Vorsorge profitieren diese geförderten Varianten von den Steuerersparnissen bzw. Zulagen. Allerdings sollten die Anbieter in Bezug auf Kostenstruktur und Ertragslage detailliert verglichen werden.

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